Förderung

Die Förderung der Stiftung für Begabtenförderung der deutschen Landwirtschaft wird nach den Förderrichtlinien vergeben.

Die Richtlinien regeln im Detail folgende Fragen:

  • Welche Voraussetzungen muss der Antragsteller erfüllen?
  • Welche Voraussetzungen muss die Weiterbildungsmaßnahme erfüllen?
  • Wie hoch ist die Förderung? Wie wird sie ausgezahlt?
  • Wie läuft das Antragsverfahren?
  • Wie wird über die Anträge entschieden?
  • Wo können Anträge eingereicht werden?

Bewerber für ein Stipendium müssen nach den Vergaberichtlinien folgende Kriterien erfüllen:

  • Höchstalter 30 Jahre (35 Jahre in begründeten Ausnahmefällen wie Elternzeit, Grundwehrdienst, Zivildienst, Freiwilligenjahr, schwerwiegende Erkrankung oder Pflege eines nahen Angehörigen)
  • Berufstätigkeit im Agrarbereich bzw. im unmittelbar vor- oder nachgelagerten Bereich
  • Erfüllung von mindestens einem der folgenden Voraussetzungen:
    • berufliche Abschlussprüfung in einem Beruf des Agrarbereichs, mindestens mit der Gesamtnote ”gut”,
    • Abschluss der Meisterprüfung oder einer sonstigen Fortbildungsprüfung in einem Beruf des Agrarbereichs, mindestens mit der Gesamtnote ”gut”,
    • Abschluss einer Fachschule im Agrarbereich oder eines agrarischen Hochschulstudiums, mindestens mit der Gesamtnote ”gut”,
    • Teilnahme an einem Bundesentscheid eines Berufswettbewerbs im Agrarbereich,
    • ehrenamtliche Tätigkeit in einer landwirtschaftlichen berufsständischen Organisation in führender Funktion mindestens auf der Ebene einer Bundes- oder Landesorganisation oder einer katholischen Diözese bzw. einer evangelischen Landeskirche.

Der Vorstand kann in begründeten Ausnahmefällen auch nichtlandwirtschaftliche berufsbildende Abschlüsse anerkennen.

Gefördert wird die Teilnahme an berufsbezogenen, von der Stiftung anerkannten Weiterbildungsmaßnahmen mit folgenden inhaltlichen Schwerpunkten:

  • Fächerübergreifende Weiterbildung
  • allgemeine gesellschaftliche Themen
  • Unternehmerschulungen
  • Agrarpolitik
  • agrarsoziale und rechtliche Fragen
  • Entwicklung ländlicher Räume
  • Agrarökologie und Umwelt
  • Wirtschaft und Märkte

Zu den Weiterbildungsmaßnahmen zählen:

  • Lehrgänge/Seminare/Kurse, z. B. die „Langen Kurse“ an den Bildungszentren im ländlichen Raum, Unternehmerschulungen
  • Praktika im In- und Ausland als Teil von persönlichen Weiterbildungszielen
  • Projekte neue Wege und innovative, zukunftsorientierte Ansätze in den Betrieben und im ländlichen Raum sollen entwickelt und erprobt werden.

Die Dauer eines förderfähigen berufsbezogenen Lehrgangs/Seminars muß insgesamt mindestens 40 Stunden oder eine Woche betragen. Die maximal geförderte Zeitdauer pro Lehrgang/Seminar beträgt 240 Stunden oder sechs Wochen. Der Lehrgang/das Seminar kann in Blöcken angeboten werden. Der einzelne Block muss mindestens 8 Stunden oder 1 Tag umfassen. Die gesamte Weiterbildungsmaßnahme muss innerhalb von 24 Monaten abgeschlossen sein.

Das Praktikum muss Weiterbildungscharakter haben und kann im In- oder Ausland stattfinden. Auslandspraktika in Europa haben Vorrang.Bei der Dauer eines Praktikums gibt es keine Zeitbeschränkungen, der Zeitrahmen sollte jedoch sinnvoll sein.

Die Anerkennung der Weiterbildungsmaßnahme (Lehrgang/Seminar, Praktikum) erfolgt durch Beschluss des Vorstands der Stiftung für Begabtenförderung der Deutschen Landwirtschaft e.V.; Anträge auf Anerkennung sind der Geschäftsstelle der Stiftung rechtzeitig vor Maßnahmebeginn vorzulegen. Dem Förderantrag ist ein Weiterbildungsplan beizulegen.

Gefördert werden auch Projekte von Einzelpersonen oder Teams. Projekte können erst nach ihrem Abschluss gefördert werden. Über die Zielsetzung und die Kriterien für die Bewertung von Projekten können Sie sich hier informieren.

Die Förderung wird als Pauschalbetrag gewährt und dient zur Begleichung der Maßnahmekosten (Gebühren, Lehrmittelkosten, Unterhaltszuschuss für den Besuch einer Bildungsstätte, Fahr- und Flugkosten sowie Kosten für Lohnausfall bzw. Stellung einer Ersatzkraft).

Die Höhe des Förderbetrags beim Besuch von Lehrgängen/Seminaren/Kursen richtet sich nach der Weiterbildungsdauer (mindestens 1 Woche bis höchstens 6 Wochen). Die maximale Förderhöhe beträgt 750 Euro (6 Wochen).

Ein Praktikum mit ausgeprägtem Weiterbildungscharakter wird mit bis zu 1.500 Euro bezuschusst.

Ein Projekt von Einzelpersonen oder Teams kann mit bis zu 3.000 Euro gefördert werden.

Der Antragsteller kann Förderungen für verschiedene berufsbezogene Weiterbildungsmaßnahmen bis zu einer Höhe von insgesamt 2.250 Euro erhalten. Eine Weiterbildungsmaßnahme muss in 24 Monaten abgeschlossen sein.

Förderbedingungen